8. – 10. Schuljahr

Jonathan Pargätzi

Wie verbessere ich meine Fitness?

Die Bewertung und Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit mittels eines Kraftausdauerzirkels

Meine Schülerinnen und Schüler aus dem neunten Jahrgang einer Gesamtschule können etwas mit dem Fitnessbegriff anfangen. Sie deuten Fitness vornehmlich körperbezogen und verbinden sie mit Leistungsfähigkeit und Gesundheit. Freilich sind ihre Vorstellungen auch von gesellschaftlich normierten Körperbildern und -idealen geprägt, die wir aber noch nicht kritisch behandeln. Ihnen scheint insbesondere auch die Frage nach ihrer eigenen körperlichen Fitness wichtig. „Woran merke ich eigentlich, dass ich fit bin?, fragt Thomas und Jana entgegnet: „Wenn du fit bist, geht es dir jedenfalls gut und du kannst dich auch besser und länger konzentrieren. Sogleich äußern meine Schülerinnen und Schüler bereits Ideen, wie dies Fitness verbessert werden kann. Hier wird schon deutlich, dass sich eigentlich alle wünschen, irgendwie fit zu sein. Dass dies aber eine echte Herausforderung ist und auch von Anstrengungsbereitschaft und Disziplin abhängt, nehmen wir als ersten Anlass, gemeinsam die Fitnessthematik inhaltlich im Unterricht aufzugreifen. Wir entscheiden uns, mit bereits bekannten Kraftübungen einerseits und neuen andererseits, ein Zirkeltraining zu entwickeln.
Die Unterrichtseinheit
Bei einer ersten Sammlung von Übungen, mit denen die Fitness verbessert werden kann, wird in der ersten Doppelstunde deutlich: Trotz der heterogenen Lerngruppe kann ich an Vorwissen anknüpfen. Wir erarbeiten inhaltlich bereits bekannte Übungen zur Stabilisierung und Kräftigung der Rumpfmuskulatur. Dabei thematisieren wir, inwiefern man An- und Entspannung rhythmisieren muss, um die Belastung so zu steuern, dass sie individuell sinnvoll erscheint.
Von den schon bekannten Übungen greifen wir in der zweiten Doppelstunde diejenigen heraus, die am meisten Spaß machen und ergänzen einen Zirkel um weitere Übungen. Anknüpfend an die Vorstunde, erproben die Schülerinnen und Schüler nun, wie sie sich am besten beanspruchen können. Mithilfe von Stationskarten, auf denen Bewegungsmerkmale und Fehler visualisiert werden, beachten wir die korrekte Bewegungsausführung, auf die wir in dieser Doppelstunde schwerpunktmäßig achten. Wir überlegen aufgrund der verschiedenen beanspruchten Muskelgruppen, in welcher Anordnung die Übungen im Zirkel sinnvoll sind und geben den Übungen eigene Namen, um uns mehr mit ihnen identifizieren zu können.
Die dritte Doppelstunde nimmt eine Schlüsselrolle ein, weswegen sie auch genauer beschrieben wird. Die Schülerinnen und Schüler schätzen erstmalig ihre Leistungsfähigkeit aufgrund des fertig konzipierten Zirkeltrainings ein und entwickeln bereits Ideen, wie ein individuelles Trainingsprogramm in den Folgestunden gestaltet werden kann.
In der vierten und fünften Doppelstunde entwickeln, erproben und gestalten die Schülerinnen und Schüler in Gruppenarbeit ein Trainingsprogramm. Anschließend bewerten sie ihre Leistungsfähigkeit und leiten Ideen für ein Fitnesstraining ab, das sie auch im informellen Setting durchführen können. K1
K1 | Das Vorhaben im Überblick
K1 | Das Vorhaben im Überblick
1. Doppelstunde
Auseinandersetzung mit dem Fitnessbegriff und Bewusstheit für An- und Entspannung entwickeln. Erste bekannte Übungen korrekt ausführen.
2. Doppelstunde
Ablauf und Organisation eines Zirkeltrainings zur Verbesserung der Kraft und Kraftausdauer: Wie führe ich die neuen Übungen korrekt aus?
3. Doppelstunde
Die Bewertung und Einschätzung eigener Leistungsfähigkeit mittels eines Kraftausdauerzirkels
4. und 5. Doppelstunde
Die Gestaltung eines individuell sinnvollen Trainings zur Verbesserung meiner eigenen Fitness. Gruppen entwickeln, erproben und präsentieren eine Übungsauswahl im Zirkeltraining.
Lernausgangslage für das Zirkeltraining
Neben der korrekten Ausführung der einzelnen Übungen, die wir insbesondere in der ersten und zweiten Doppelstunde thematisiert...

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