1. – 13. Schuljahr

Börge Albers

Ein Ausflug auf glatten Untergrund

Gerade in der kalten Jahreszeit bietet Eislaufen eine willkommene Alternative zum Sportunterricht in der Halle. Ein Klassenausflug in ein Eisstadion kann für Schülerinnen und Schüler ein Highlight des Winters werden, bei dem neue Bewegungserfahrungen gesammelt oder bereits bekannte Bewegungserfahrungen im Lernfeld „auf rollenden und gleitenden Geräten vertieft werden können. Ein solcher Ausflug kann auch gut als Halbjahresabschluss oder Weihnachtsstunde genutzt werden.
Eislaufen beginnt mit dem Erlernen des Vorwärtslaufens. Anschließend soll durch das Stoppen in verschiedenen Variationen die Sicherheit auf dem Eis verstärkt werden.
Um während des Lernprozesses des Eislaufens möglichst schülerorientiert vorzugehen, kann beispielsweise mit Kontrastübungen gearbeitet werden. Anhand dieser Kontrastübungen sowie eines Analysebogens erarbeiten die Schülerinnen und Schüler dabei die Bewegungskriterien etwa für das Vorwärtslaufen. Während der Besprechung der Kriterien können Hilfsmittel eingesetzt werden, mit denen den Lernenden die Laufbahn der Kufe beziehungsweise die Richtung des Abdruckes verdeutlicht wird (vgl. Bild 1 und 2 ). Hierfür kann mit einem dicken Filzstift direkt auf die Eisbahn eine Linie gezeichnet werden.
Es kann natürlich auch spielerisch mit der Gruppe gearbeitet werden. Zur Anwendung der Bremstechniken eignet sich das Spiel „Ochs am Berg.
Spielidee zum Bremsen
Im Vorfeld des Spiels gilt es, verschiedene Formen des Bremsens zu erproben. Als mögliche Varianten stehen unter anderem die T-Bremse (hinterer Schlittschuh wird 90° Grad an den vorderen Schlittschuh herangeführt), die Pflugbremse (vgl. Bild 3 ) oder für Fortgeschrittene der Hockeystopp (ähnlich dem parallelen Abschwingen auf Skiern) zur Verfügung.
Für das Spiel steht die Lehrkraft am einen Ende der Eisfläche während sich die Lernenden an dem anderen Ende verteilen. Sobald sich die Lehrperson mit dem Rücken zur Gruppe dreht, darf diese auf ihn zu laufen. Dreht sich die Lehrkraft jedoch um, müssen die Lernenden augenblicklich stehen bleiben. Wer sich bewegt und nicht direkt zum Stillstand kommt, muss zurück zur Grundlinie und von dort aus neu beginnen. Während die Lehrkraft mit dem Rücken zu den Lernenden steht, ruft sie laut: „Ochs am Berg, eins, zwei, drei!. Nachdem dieser Ruf beendet ist, dreht sie sich wieder um. Wer als erstes die andere Seite erreicht, wird der neue „Ochs und darf sich an die Stelle der Lehrkraft begeben.
Planung des Klassenausflugs
Bei der Planung eines Ausflugs in die Eishalle gilt es, einige organisatorische Aspekte zu beachten. Neben einem kurzen Elternbrief steht die Organisation des Transports sowie gegebenenfalls einer Begleitung an. Oberste Priorität hat die Gewährleistung der Sicherheit, das heißt, Schutzkleidung im Hinblick auf die Vorgaben der jeweiligen Landesunfallkassen zu organisieren.
Beim Eislaufen machen die Schüler und Schülerinnen nicht nur neue Bewegungserfahrungen, auf dem rutschigem Untergrund werden darüber hinaus weitere Lernimpulse und Erfahrungen möglich: von „Ich überwinde die Wagnissituation, mich auf dem Eis zu bewegen bis hin zu „Ich helfe meinen Mitschülern, falls sie noch nicht so gut fahren können.
Börge Albers ist Referendar und ab Februar 2019 Lehrer für Sport und Mathematik an der Albert-Einstein-Schule in Laatzen.

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