5. – 6. Schuljahr

Daniela Braun/Julia Kethorn

Von Räubern und Banditen

Eine Geschichte von zwei kriegerischen Dörfern dient als Ausgangspunkt für die Vermittlung des Ablaufs des Positionswechsels beim Beachhandball

Wie lässt sich Handball in der Klassenstufe 5/6 sinnvoll und für die Schülerinnen und Schüler ansprechend vermitteln? Die Ziele unseres Unterrichtsvorhabens sind das Üben und Anwenden der Wurf- und Fangtechniken im Handball sowie die Entwicklung einer komplexen Spielidee mit Positionswechseln. Beachhandball bietet dabei viele Vorteile, die wir in unserem Unterrichtsvorhaben nutzen wollen:
  • Ein deutlich kleineres Feld wird benötigt.
  • Der Ball muss nicht geprellt werden.
  • Die Anzahl der Feldspieler ist reduziert.
  • Durch den wechselnden Torwart wird immer in Überzahl gespielt und
  • Jeder muss mal ins Tor.
Doch genau dieser Positionswechsel, der sich daraus ergibt, ist sehr komplex und für die Lernenden nicht einfach zu durchdringen. Genau hier setzt unser Unterrichtsvorhaben an, bei dem die Spielidee in eine Geschichte eingebunden ist. Über mehrere Stunden wird der Spielablauf durch sich ergänzende kurze Geschichten vermittelt. K 1 | K 2
K 1 | unsere Regeln
K 1 | unsere Regeln
  • Team: Gleichzeitig sind maximal vier Spieler auf dem Feld, dabei muss jeder auch die Position im Tor einnehmen.
  • Spielfeld: Wir spielen über die Hallenbreite, die Weichböden sind als Tore an die Wand gelehnt. Den Abstand zum Tor legen die Lernenden in der ersten Stunde fest (ca. 3m).
  • Punktgewinn: Für Feldspielertore gibt es einen Punkt, für Torhütertore und spektakuläre Würfe, wie ein Kempa-Tor, gibt es Extrapunkte.
  • Spielfluss: Das Spiel geht nach jedem Tor mit dem Abwurf aus dem Torraum weiter. Es gibt keinen Anwurf. Mit dem Ball dürfen drei Schritte gelaufen werden, Prellen gibt es nicht.
K 2 | Es waren einmal zwei Dörfer
K 2 | Es waren einmal zwei Dörfer
Teil 1
Es war einmal in einem fernen Land, da gab es zwei Dörfer; das der Räuber und das der Banditen. Die Dörfer lagen sich am Rande einer großen, freien Fläche gegenüber, die von einem dichten Wald umgeben war. Drei Meter vor jedem Dorftor hatten die Räuber und die Banditen einen Graben gezogen, den die jeweils anderen nicht überschreiten durften.
Die Räuber und die Banditen waren sehr verfeindet. Und so kam es, dass sie begannen, einander zu bekämpfen. Abwechselnd starteten sie Angriffe gegen das andere Dorf. Ihr Ziel war es, Stinkbomben in das Dorftor der anderen zu werfen.
Vor dem Graben der jeweiligen Dörfer waren jeweils drei Räuber bzw. Banditen positioniert; einer in der Mitte und zwei neben ihm. Direkt vor dem Dorftor wachte ein weiterer Räuber bzw. Bandit, dies war der Dorftorwächter.
Jeden Donnerstag kam es zu einer Schlacht. Sie startete mit einem Angriff der Banditen. Ziel war es, möglichst oft die Stinkbomben in die gegnerischen Dorftore zu werfen.
Während die drei Banditen zum Graben der Räuber liefen, warfen sie sich ihre Stinkbombe ständig zu. Sie wussten, dass sie frühzeitig platzen würde, würden sie mehr als drei Schritte am Stück gehen.
Fiel sie herunter, hoben sie sie schnell wieder auf, sodass sie nicht von den Räubern geklaut werden konnte. Dies wäre tragisch. Denn würden die Räuber in den Besitz ihrer Stinkbombe kommen durch Abfangen oder Aufheben könnten sie einen direkten Gegenangriff starten.
Teil 2
Neulich haben die Räuber und die Banditen plötzlich die Taktik gewechselt. Nun ging auch der Dorftorwächter mit in den Angriff auf das Dorftor der anderen. Er übernahm immer den Angriff auf der linken Seite, alle anderen Banditen oder Räuber rückten daher immer ein Stück nach rechts auf.
Während des Angriffs mussten die vier Banditen nun noch mehr aufpassen, dass ihnen die Stinkbombe nicht von den Räubern geklaut wurde. Dies wäre tragisch. Würden die Räuber in den Besitz ihrer Stinkbombe kommen durch Abfangen oder Aufheben könnten sie einen direkten Gegenangriff starten und ihr eigenes Tor war ja nun während des Angriffs unbewacht.
Verlore...

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