10. – 10. Schuljahr

Deborah Soballa

Let´s train together

Fitnesschoreographien zur Musik gestalten

Meine Lerngruppe ist eine EF, die ich zweimal wöchentlich unterrichte und das immer im Nachmittagsbereich bis 16 Uhr. Die Motivation der Schülerinnen und Schüler ist zu dieser Uhrzeit jedoch noch relativ hoch. Nur für den Lehrplaninhalt im Bereich Darstellen, Tanzen und Gestalten ließen sich speziell die Jungen anfänglich nur schwer begeistern, da sie die Gestaltung von Choreographien nur mit Tanzen verbinden, was „doch keiner braucht, so der Kommentar von Tim, einem sehr sportlichen Jungen. Aber gerade mit dem Entwickeln der eigenen Fitnesschoreographie wuchs ihre Begeisterung und ausgerechnet Tim war einer von denen, die ab der vierten Stunde schweißnass die Halle verließen, nachdem sie in einem durch-„trainiert haben.
Ablauf der Unterrichtseinheit
Zur Vorbereitung auf die heutige Stunde habe ich meinen Schülerinnen und Schülern die Hausaufgabe gestellt, eine vorgegebene Fitnesschoreographie auf YouTube (z. B. https://www.youtube.com/watch?v=IHsENSvcrJ4) zu erlernen, durch welche die Lernenden einen ersten Eindruck einer Fitnesschoreographie bekommen. K1 In den Folgestunden (siehe K2 ) soll diese als Erwärmung dienen. Bei der Festigung der Choreographie in der zweiten Unterrichtsstunde wird anschließend die Wichtigkeit einer sauberen Ausführung der Fitnessübungen erläutert. Die einzelnen Übungen werden bezüglich Ausführung und muskulärer Beanspruchung besprochen, Körperbereichen zusortiert und anschließend werden in selbst gewählten Gruppen von vier bis sechs Personen (mind. vier Personen sind für spätere Aufstellungsformen und Interaktionen ratsam) weitere Übungen zu den einzelnen Bereichen gesammelt. K3
Ab der dritten Unterrichtsstunde geht es um die Gestaltung einer gruppeneigenen Fitnesschoreographie zu Musik . Nach der Aufwärmchoreographie kommen wir im Kreis zusammen und ich stelle den Schülerinnen und Schülern das Lied vor, zu dem sie im Folgenden Fitnessübungen ausführen sollen, in diesem Fall „Hey von Fais feat. Afrojack. Um ihr musikalisches Verständnis zu testen, lasse ich die Lernenden im Takt der Musik mit der Hand auf ein Bein klopfen. Es muss nicht hörbar sein, eher für mich sichtbar. Ich zähle den Schülerinnen und Schülern ein paar Phasen (1 – 8) vor, damit sie wissen, was ich mit Zählzeiten meine. Anschließend lasse ich sie die geraden Zeiten (2, 4, 6, 8) mitklopfen, danach die ungeraden, dann nur noch die Zeiten 1 und 5 und abschließend nur noch die 1. Das musikalische Verständnis wird durch die nächsten Übungen noch weiter geschult. Die einzelnen Gruppen verteilen sich in der Halle. Jede Gruppe hat eine Visualisierung der Liedstruktur vor sich an der Wand hängen. Die Visualisierung vereinfacht das Verständnis des Liedaufbaus und ermöglicht im Folgenden eine vereinfachte Weiterarbeit. Die Schülerinnen und Schüler sollen nun Fitnessübungen zur Musik ausführen. Mit dem Wechsel der Phase in der Musik wechseln sie zwischen vorgegebenen Fitnessübungen (Squats, Liegestütze, Ausfallschritte, Hampelmann), die den einzelnen Phasen des Liedes (den Farben in der Liedstruktur entsprechend K4 ) zugeordnet sind. Die Bewegungsausführungen sollen korrekt erfolgen. Anschließend lasse ich einige davon demonstrieren. Dabei wird sichtbar, dass die Schülerinnen und Schüler die Übungen unterschiedlich schnell ausführen. Auf meine Aufforderung, die Ausführungen zu beschreiben, arbeiten die Lernenden heraus, dass, obwohl die Bewegungsausführung immer korrekt erfolgt, eine Phrase mit der gleichen Übung unterschiedlich gestaltet werden kann. Mia: „Jens geht im Squat vier Zeiten runter und vier hoch während Oli eine runter und eine hoch geht. Luise: „Jens springt von einem Ausfallschritt in den anderen, Oli braucht zwei Zeiten, um das Bein zu wechseln und Jenny bleibt die ganze Zeit mit einem Bein vorne und wippt dann so. Die Schülerinnen und Schüler stellen fest, dass sich die gleiche Übung in Bezug auf...

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