1. – 12. Schuljahr

Julia Spota/Markus Köhler/Jürgen Kittsteiner

OgoDisk/Teil 1: Aufgaben für Einzelspieler

In dieser und der folgenden Unterrichtsidee (Sportpädagogik 2/20) wird das Sport- und Spielgerät „OgoDisk thematisiert. Der erste Beitrag unterscheidet sich vom zweiten dahingehend, dass dieser nur Aufgaben enthält, die allein zu bewältigen sind. Gemeinsam ist den beiden Beiträgen allerdings die Darstellungsform als Stationskarten im Ampelsystem. (Im Download )
Die Karten sind von den beiden PH-Studierenden Julia Spota und Markus Köhler im Rahmen einer Projektarbeit zum Trendsport entworfen worden und finden sich leicht abgewandelt in dieser Handreichung wieder.
Zum Material
Die OgoDisk ist eine Schaumstoffscheibe mit einem Durchmesser von 29 oder 38 Zentimetern. In der Mitte ist ein Nylonnetz gespannt, mit dem ein OgoBall allein oder mit einem Partner hin- und her- oder hochgespielt (gebounced) werden kann. Die Größe und die Beschaffenheit der Scheibe macht sie ideal für Kinder und Jugendliche, um das Werfen und Fangen sowie die Hand-Augen-Koordination zu schulen. Das fliegende Handtrampolin eignet sich hervorragend für aktives Spielen im Sportunterricht, selbstgestaltetes Bewegen im Pausenhof oder unterwegs auf bewegungsaktiver Klassenfahrt.
Der Preis für ein OgoDisk-Set mit Ball beträgt je nach Größe und Händler zwischen 20 und 30 Euro.
Die Idee für die OgoDisk stammt von Kevin Williams und Rick Goodwin vom Pratt Institute in New York. Die beiden gründeten die Firma OgoSport, um Spielzeuge zu entwickeln, die Menschen jeden Alters motivieren sollen, sich durch aktives und kreatives Spielen zu bewegen. Der Name ihrer Firma basiert auf ihrem Motto „Oh, go outside and play.
Didaktischer Kommentar
Die OgoDisk bietet vielzählige Möglichkeiten zum Erlernen und Verfestigen der koordinativen Fähigkeiten mit dem Ball wie beispielweise die Differenzierungsfähigkeit und die Reaktionsfähigkeit, welche durch das ständig wechselnde Rebound-Verhalten des Balls gefördert werden. Auch die Orientierungsfähigkeit spielt eine große Rolle, da der Ball in jede Richtung geschlagen werden (und abspringen) kann. Die Beschäftigung mit einem Bewegungsproblem, das sich nur mir allein stellt, bietet in manchen Unterrichtssituationen und Konstellationen Vorteile. Genügend Material vorausgesetzt, besteht an den Stationen Vollbeschäftigung und jede Schülerin und jeder Schüler übt auf ihrem bzw. seinem Niveau, unabhängig von einem Zuspiel des Partners oder der Partnerin.
Über die am Ende jeder Karte gestellten Hinweise zur Gestaltung eigener Ideen bleibt aber trotzdem ein kommunikatives Element bestehen, da die Eigenkreationen immer auch der Gesamtgruppe vorgestellt werden können. ( )
Julia Spota und Markus Köhler
sind Lehramtsstudierende an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg mit Fach Sport.
Jürgen Kittsteiner ist derzeit Vertretungsprofessor für Sportpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

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